Freie Wähler Kreisverband Schweinfurt – Pressemitteilung

Auf seiner Sitzung im Schraudenbacher Sportheim setzte sich der Vorstand des Kreisverbandes der Freien Wähler mit der Zukunftsgestaltung des Landkreises Schweinfurt auseinander. Grundvoraussetzung für ein Leben im Kreis sei ein stimmiges soziales Umfeld. Dazu gehörten vor allem auch dezentrale Pflegeeinrichtungen, eine flächendeckende ärztliche Versorgung, die Standortsicherung und Weiterentwicklung der Geomedklinik, sowie die Fortschreibung des Pflegebedarfs- und Jugendhilfeplanes.

Wichtig sei es aber auch, zugewiesene Asylbewerber dezentral unterzubringen und die betroffenen Gemeinden und vor allem deren Bürger rechtzeitig einzubinden.

Für die landkreiseigenen Bildungseinrichtungen müsse eine zeitnahe Sanierung erfolgen, wobei auch eine zukunftsorientiert Lösung für die FOS/BOS gefunden werden muss. Die Fortführung der Schule für erziehungsschwierige Kinder, deren Erweiterung bis zur 9. Klasse von den Freien Wählern durchgesetzt wurde, bleibt eine ihrer Herzensangelegenheiten.

Besondere Sorgen bereitet der demographische Wandel unserer Gesellschaft, der auch nicht vor dem Landkreis Schweinfurt Halt macht. Hierbei sei ein kontinuierlicher und konsequenter Abgleich aller kommunalen Planungen mit der Bevölkerungsentwicklung und regionale Koordination unabdingbar. Dabei müssen aber alle Altersgruppen bei der Weiterentwicklung der Landkreisgemeinden berücksichtigt werden.

Nach wie vor fehle im Landkreis ein benutzerfreundlicher, bedarfsgerechter und vor allem überregionaler Verkehrsverbund Würzburg – Schweinfurt – Kitzingen. So wie für den motorisierten und nicht motorisierten Verkehr ordentliche Straßenverhältnisse bzw. Radwegenetze unabdingbar seien, brauche es auch für den Datenverkehr flächendeckend ordentliche und leistungsfähige Datenbahnen. Für die Stromversorgung könne nach Meinung der Freien Wähler durchaus die Netzstruktur des Kernkraftwerkes genutzt werden.

Lob gab es für das erfolgreiche und nachhaltige Abfallkonzept des Landkreises. Im Hinblick auf ein nachhaltiges Energiemanagement sei es für die Kommunen, für die Bürgerinnen und Bürger enorm wichtig, Informationen und Unterstützung bei einem eigens dafür zuständigen Kreisbauberaters zu holen. In diesem Kontext passe auch eine Unterstützung der Land- und Forstwirtschaft bei der Nutzung allen verfügbaren natürlichen Ressourcen.

Auch der Wegzug der Amerikaner und die daraus entstehenden Folgen waren Thema der Vorstandssitzung. In der Bewältigung der Konversionsproblematik unter Mitwirkung aller beteiligten Kommunen, aber auch von übergeordneten Stellen, sehen die Freien Wähler eine große Herausforderung aber auch eine große Chance für Weiterentwicklung des Landkreises Schweinfurt.

Da der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler des Marktes Werneck, Armin Pfeuffer, am gleichen Tage eine Wahlveranstaltung im Schraudenbacher Sportheim hatte, ließe es sich der Kreisvorstand nicht nehmen, ihm durch seine Teilnehme aber auch persönlich die Unterstützung zu versichern.