Freie Wähler mit neuer Führung im Kreistag

Erstmals Fraktionskooperation mit FDP

Die Fraktion der FREIEN WÄHLER im Landkreis Schweinfurt hat mit Oliver Brust, ehem. Bürgermeister von Geldersheim, einen neuen Fraktionssprecher für die kommenden sechs Jahre im Kreistag Schweinfurt. Sein Stellvertreter ist Oliver Schulze, seit 2017 erster Bürgermeister der Gemeinde Sennfeld.

Das junge Führungsduo wurde bei einer ersten, coronabedingten Skype-Sitzung und einer weiteren Präsenzsitzung, die mit den gebotenen Schutzmaßnahmen abgehalten wurde, jeweils einstimmig von den Fraktionsmitgliedern gewählt.

Erstmals in der Geschichte der Freien Wähler wird es auch eine Fraktionskooperation geben. FDP-Kreisrat Daniel Stark, ebenfalls wie Brust und Schulze neu im Kreistag, fühlte sich seit den ersten Kontakten wohl bei den Freien Wählern. Beim Präsenztreffen in Frankenwinheim und der gegenseitigen Vorstellungsrunde bestätigte und verstärkte sich der erste harmonische Eindruck, weshalb beide Seiten künftig eine Fraktionskooperation mit elf Kreisräten bilden. „Wir werden gut zusammenarbeiten“, resümierte denn auch Brust.

Bei der Kommunalwahl haben wir Freie Wähler erneut nach 2014 einen weiteren Platz hinzugewonnen und sind nun mit zehn Räten im Kreistag vertreten, darunter drei Frauen. Unsere breit aufgestellte Liste mit zahlreichen FW-Bürgermeistern, Vertretern aus den verschiedenen Berufsgruppen, Arbeitnehmern, Selbstständigen und Landwirten hat unsere Wähler überzeugt.

Die Fraktion der FREIEN WÄHLER hat mittlerweile ihre Arbeit aufgenommen und wird auch künftig sowohl Präsenzsitzungen als auch Online-Meetings durchführen.

Die bisherigen Gespräche mit den etablierten Parteien (CSU, SPD, Grüne) zur Vorbereitung der konstituierenden Sitzung verliefen bislang gut. Auch mit Bettina Bärmann als designierte erste Vertreterin von Landrat Florian Töpper bestehe soweit Einverständnis.

Grundsätzlich gehe es nun darum für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Schweinfurt verständliche politische Entscheidungen zu treffen, so der neue Fraktionsvorsitzende zu seiner Zielsetzung. Dauerhafte Mehrheitsverhältnisse seien nicht zielführend, sondern bergen die Gefahr überheblich zu werden. Gerade die neuen Mehrheitsverhältnisse im Schweinfurter Kreistag erfordern es, immer wieder sach- und themenbezogen aufeinander zuzugehen und den politischen Konsens zu suchen und zu finden.

Nach den ersten Gesprächen mit den Fraktionsspitzen der CSU, SPD und den Grünen ist Oliver Brust davon überzeugt, dass dies gelingen kann. Wir werden weiterhin durchaus auch konträr diskutieren, aber keiner kann alleine etwas bewirken, nur im Zusammenspiel. „Das wird nicht immer leicht sein, aber wir werden das schaffen. Davon bin ich überzeugt“, so Brust.