Irmgard Krammer vermittelt zwischen Patient und Klinik

Die Geomed-Kreisklinik hat erstmals eine Patientenfürsprecherin. Dieses Amt als Vermittlerin und Bindeglied zwischen Patienten, deren Angehörigen und der Klinik übernimmt ab sofort die ehermalige Bürgermeisterin von Gerolzhofen und aktive Kreisrätin Irmgard Krammer.

Landrat Florian Töpper führte die ehrenamtliche Patientenfürsprecherin am Montag in ihr Amt ein. Die Kreisklinik ist mit der Schaffung dieser Stelle einer Empfehlung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft nachgekommen.

„Wir wollen sehr nah am Patienten sein und wir wollen den unmittelbaren Kontakt zwischen Patienten, Ärzten und nichtärztlichem Personal“, sagte Töpper. Unter dem Siegel der Vertraulichkeit und entbunden von der Pflicht des Dienstweges könne Irmgard Krammer Wünsche und Anregungen der Patienten weitergeben. Sie ist weisungsunabhängig. Als ehemalige Bürgermeisterin habe sie einen Namen und kenne als ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrats die Strukturen im Haus. Insofern sei sie eine Idealbesetzung.

Die Einrichtung dieser Stelle habe nichts mit einer festgestellten Unzufriedenheit der Patienten zu tun, sondern sei ein Teil des Qualitätsmanagements und stehe für eine unkomplizierte Zusammenarbeit.

Irmgard Krammer wird dem Verwaltungsrat der Klinik einen alljährlichen Bericht ihrer Arbeit vorlegen. Sie nimmt Wünsche und Beschwerden von Patienten und deren Angehörigen entgegen und prüft die Anliegen. Damit ist sie eine Art von Ombudsfrau zwischen Patient und Klinikpersonal. Sie soll zur Entschärfung von Konflikten beitragen und sich bei der Klinikleitung für eventuelle Verbesserungen einsetzen. Das Einzige, was Irmgard Krammer nicht darf, ist medizinische oder rechtliche Beratung durchführen. Wenn sie zur Klärung von Sachverhalten von Mitarbeitern des Krankenhauses Informationen benötigt, die unter die ärztliche Schweigepflicht fallen, muss der Patient die zur Verschwiegenheit verpflichteten Mitarbeiter davon entbinden.

Geomed-Geschäftsführer Wolfgang Schirmer ergänzte, man habe jemanden gesucht, der die Mentalität der Menschen zwischen Steigerwald und Main kenne und mit Seriosität und Sensibilität an die Arbeit gehe. Schirmer sicherte Kramer seine Unterstützung ebenso zu wie der stellvertretende Betriebsrat Mitsianis Sotirios, Ärztlicher Direktor Dr. Michael Dietrich sowie Pflegedienstleiterin Judith Stöcklein.

„Die Geomed-Kreisklinik ist meine Heimatklinik“, sagte Krammer. Sie wolle ein kleiner Baustein des Qualitätsmanagements sein. Und: „Im Kreistag sehen wir nun ja auch wieder eine positivere Zukunft für unser Krankenhaus.“ Irmgard Krammers Aufgabe als Vermittlerin erstreckt sich über alle Bereiche des Kliniklebens, von der Küche bis zum Chefarzt. Alle Patienten werden über Aushänge und Flyer über diese Möglichkeit der Vermittlung informiert.

Jeweils am letzten Donnerstag eines Monats wird die Patientenfürsprecherin von 14 bis 16 Uhr im Haus sein, um sich persönlich mit den Anliegen der Patienten zu beschäftigen. Die ersten Sprechstunden werden am 28. Januar und am 25. Februar sein.

Weitere Kontaktmöglichkeiten: E-Mail krammer@geomed.de, Tel. (0157) 58 15 95 03)

Patientenbetreuung

 

Quelle: Mainpost v. 19.01.2016

Autor: Norbert Finster